Nach Wettbewerbserfolg, Projektierungs- und Forschungsarbeit, Realisierung, Präsentationen und Preisverleihung findet unser Projekt Fassadensanierung Herostrasse 5 nun auch Berücksichtigung in der Fachpresse. Die soeben erschienene Ausgabe FASSADE | FAÇADE 01.2026 von SZFF enthält einen ausführlichen Projektbericht. Unter dem Titel «Re-Use und Re-Manufacturing durch Innovation» gewähren unsere Autoren Reto Bieri und Matthias Kunze umfassenden Einblick in die Projektentwicklung vom Entwurf über die forschungsgestützte Erarbeitung des Sanierungskonzepts bis zu Umsetzung. Detailliert werden der Re-Use-Prozess und die enge Zusammenarbeit mit Planungs-, Industrie- und Forschungspartner geschildert.
Die Fassadeninstandsetzung an der Herostasse 5 verdeutlicht, welches Potenzial im qualifizierten Weiterbau des Bestandes liegt. Durch On-Use bestehender Elemente, einem strukturierten Re-Use Prozess und einer signifikanten Verbesserung von Energie- und Schallschutz konnte das Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten werden.
Im Zentrum stand ein innovativer Prozess im Stile angewandter Forschung, in dem die Fassadeningenieure von LÜCHINGER MEYER PARTNER ein Verfahren mit Pioniercharakter entwickelten. Im Prozess wurden bestehende, 50 Jahre alte Brüstungsgläser technisch bewertet, in einem industriellen Re-Manufacturing-Verfahren aufbereitet und mittels laminarer Silikonverklebung mit einer neuen Tragstruktur verbunden. Diese erstmals im Bestand eingesetzte Lösung besitzt Modellcharakter und zeigt, dass Re-Use nicht nur gestalterisch, sondern auch sicherheitstechnisch und bauphysikalisch auf hohem Niveau möglich ist. Damit liefert die Sanierung ein technisch überzeugendes Beispiel für nachhaltige Fassadenertüchtigungen im urbanen Bestand der 1970er-Jahre.