Geschäftshaus in neuem Kleid

Die «Verwandlung» des 1984 errichteten Bürogebäudes an der Zollstrasse 20/36 in Zürich ist vollendet. Einst als Bankgebäude mit prominenter Schaufassade direkt ans Gleisfeld angrenzend, bildet es nun als Verwaltungsgebäude des Kantons Zürich einen Baustein im Gefüge der neu entwickelten Verbindungsstrasse zwischen HB Zürich und Industriequartier. Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung nach den Plänen von Michael Meier Marius Hug Architekten erhielt das Gebäude eine neue Fassade, die dem veränderten Charakter als strassenbegleitende Front gerecht wird und eine neutrale, offene Nutzung ausdrückt. Die Fassadenplanenden von LÜCHINGER MEYER PARTNER unterstützten das Erhaltungsprojekt.

Den Planungen lag der Entscheid zugrunde, die bestehenden Betonbrüstungen und -stürze zu erhalten. Lisenen aus Aluminium spiegeln als vertikale Elemente die innenräumliche Gliederung wider. Eine hinterlüftete Vorhangfassade aus Naturstein ziert wie ein elegantes schwarzes Kleid die Gebäudefront. Der verwendete Palissandro Nero wurde einerseits poliert, flächig eingesetzt, um ein horizontales Gleichgewicht zu den Lisenen zu kreieren, anderseits erzielt er in gefräster und profilierter Ausführung eine leichte und textile Wirkung. Der warme Farbton der Fallarmmarkisen setzt ergänzend einen lebendigen Akzent. Im Erdgeschoss ist eine Pfosten-Riegel-Fassade mit raumhoher Verglasung realisiert. Die Hoffassade wurde ebenfalls energetisch ertüchtigt und mit einer Eternitverkleidung ausgeführt.
Ab Dezember erfolgt der Bezug der erneuerten Liegenschaft, deren Instandsetzung den Vorgaben Minergie-ECO und dem kantonalen Standard für Nachhaltigkeit folgte.