Mit berechtigtem Stolz und kollektivem symbolischen Schulterklopfen feierten am Donnerstag in Chur Bauherrschaft, Planende und die vielen am Bau beteilgten Ausführenden die Aufrichte des neuen Fachhochschulzentrums. «Der rasante Baufortschritt ist beeindruckend. Die Dimensionen und die hohe Komplexität des Projekts sind eindrucksvoll», beschrieb die Regierungsrätin Carmelia Maissen das Baugeschehen an der Pulvermühlstrasse. Auch Regierungsrat Jon Domenic Parolini, Kantonsbaumeister Andreas Kohne und Marc Grünenfelder, Präsident des Hochschulrats der Fachhochschule Graubünden, würdigten den mit höchster Präzision, Koordination und Engagement erreichten Meilensteins und sprachen den unzähligen Müttern und Vätern des Erfolgs ihren Dank aus.
Diesen nahm auch das vielköpfige LMP-Team mit Freude entgegen, das der Einladung zur Bauaufrichtefeier gern gefolgt war. Während für unsere Tragwerksplanenden nach eineinhalbjähriger Bauzeit die Projektarbeit nun ihren Abschluss findet, sind unsere Fassadiers weiterhin gefordert – bis Anfang 2027 sollen die Holzfassade und Fenster montiert werden.
Die hochkomplexe Tragwerksplanung des Hybridbaus kombiniert gekonnt Beton-, (Bündner!) Holz- und Stahlbau. Ein strenges Grundraster in Gebäudelängs- und Querrichtung ermöglicht eine angemessene Nutzungsflexibilität. Ab der Decke über dem Erdgeschoss wurde das Tragwerk als nachhaltiger und verhältnismässig leichter Skelettbau aus Holz und Beton im Verbund erstellt. Die Hauptträger spannen jeweils quer zum Gebäude, während die Deckenfelder die Lasten einachsig in Längsrichtung abtragen. Um die ausgedehnten stützenfreien Räume im Erdgeschoss des Westflügels zu ermöglichen, wurden entlang der beiden Innenlängsachsen Fachwerk-Tragsysteme angeordnet, die sich über drei Geschosse erstrecken, um die verfügbare statische Höhe maximal zu nutzen. Die eingeschossige Eingangshalle wurde unter Verwendung vorgespannter Zweigelenkrahmen in Betonbauweise stützenfrei gestaltet.