Erfrischung für Zürich

Idealer hätte die Wiedereröffnung des Freibads Dolder nicht terminiert werden können. Zürich ächzt unter der ersten Hitzewelle des Frühsommers. Da kommt die Komplettierung der städtischen Badi-Landschaft gerade recht. Mit einer grossen Feier wird morgen, am 21. Juni, die vollständig sanierte Anlage eröffnet. Neben jeder Menge Badespass erwartet die kleinen und grossen Gäste «ein Tag voller Sommer-Feeling» mit DJ Sounds, Show der Wassernixen, Kinderschminken und «Arena der Wunder». Daneben bietet sich gute Gelegenheit, die im Zuge der Instandsetzung vorgenommenen Veränderungen der Anlage zu erkunden – wie z.B. die neue Pergola auf der grossen Terrasse des Garderobengebäudes, die geschwungenen Aussentreppen und der geräumige Patio am und im Badehaus sowie das wieder in Betrieb genommene Planschbecken.
Das Freibad Dolder ist im Jahr 1934 als erstes Zürcher Wellenbad von Emil Rein erbaut worden. Im Jahr 1960 wurde eine Aufstockung des Badhauses realisiert.

Aufgrund ihres schlechten Zustands musste Anlage saniert werden. Grundlage des Erhaltungsprojekts bildete das Planerwahlverfahren, das GFA – Gruppe für Architektur und BGS & Partner Architekten in Zusammenarbeit mit LÜCHINGER MEYER PARTNER erfolgreich für sich entschieden hatten. Neben der Planung des Ersatzneubaus Betriebsgebäude und der weiteren neuen Gebäudeteile beschäftigten sich die Tragwerksplanenden mit vielfältigen Massnahmen im Umgang mit dem Bestand. So galt es, Becken und Decken, Unterzüge und Wände zu reprofilieren, Erdbebenertüchtigungen vorzunehmen, den Kopf des Schwimmbeckens anzupassen und Injektionen unter den von Setzungen betroffenen Fundamenten umzusetzen. Im Badehaus erforderten insbesondere der Einbau einer neuen Innentreppe und die Umsetzung des Patios Eingriffe in die bestehende Tragstruktur.

Bilder: LMP