Zum 12. Mal verwandelt das Internationale Architektur- und Designfestival Concéntrico die Straßen, Plätze und Innenhöfe von Logroño in ein Labor für urbane Innovation. Unter den mehr als 20 temporären Installationen, die vom 18.-23. Juni in der Hauptstadt der Region La Rioja ausgestellt werden, findet sich auch TERROIR, der von Boltshauser Architekten & Garbizu Collar Architecture entwickelte Pavillon. Das Projekt verbindet Architektur, Kunst, Materialforschung und öffentliche Nutzung mit der Fragestellung, was Stampflehm als zeitgenössischer Baualternative in Spanien zu leisten vermag und wie eine tief verwurzelte Materiallogik durch Präzision, Vorfertigung, Materialkreislauf und neue Montageformen aktualisiert werden kann.
Bezugnehmend auf den regional sehr bedeutenden Weinanbau und hiesige Baukultur wurde aus Stampflehm und wiederverwendeten Weinfässern ein kompakter Pavillon als „Climatic Tasting Chamber“ mit vertikal gegliederten Wandkörpern und gewölbten Öffnungen errichtet. Die Fässer werden nach Abschluss ihres önologischen Zyklus zunächst als Schalung für die Stampflehmwände und später als tragende Elemente für das Dach wiederverwendet und so vollständig in die Architektur integriert. Erde aus lokalen Aushubarbeiten wird Schicht für Schicht gestampft und bildet modulare Elemente, die vorgefertigt und vor Ort montiert werden.
Die Fässer werden nach Abschluss ihres önologischen Zyklus zunächst als Schalung für die Stampflehmwände und später als tragende Elemente für das Dach wiederverwendet und so vollständig in die Architektur integriert. Erde aus lokalen Aushubarbeiten wird Schicht für Schicht gestampft und bildet modulare Elemente, die vorgefertigt und vor Ort montiert werden.
LÜCHINGER MEYER PARTNER Madrid begleitete die konstruktive Umsetzung dieser besonderen Materialkombination mit Fokus auf Lastabtragung, Standsicherheit, Fügung, Elementierung, Montageabfolge und Ausführbarkeit. Im Zentrum stand die Übersetzung der architektonischen Ambition in ein robustes, nachvollziehbares und zugleich möglichst ressourcenschonendes Tragkonzept. Gerade die Verbindung von temporärer Nutzung und dauerhaft gedachter Bauweise verlangte eine präzise Abstimmung zwischen Entwurf, Materialverhalten und konstruktivem Detail.