Der Entwurf von Hallenbauten lässt für gewöhnlich die Herzen der Tragwerksplanenden höher schlagen, umso grösser war die Freude bei LÜCHINGER MEYER PARTNER, im Wettbewerb für den Neubau des Hallenbads KSS in Schaffhausen gleich zwei Teams in der Finalrunde unterstützen zu dürfen und den 2. und 3. Preis zu erringen.
Im zentrumsnahen Quartier Breite der Stadt Schaffhausen soll das bestehende Hallenbad durch einen Neubau ersetzt werden. Das Projekt bietet die Chance, zusammen mit dem attraktiven Freibad und den Eissportanlagen ein kombiniertes Sport- und Erlebniszentrum mit Wellnessangebot für die Region zu entwickeln.
𝙈𝙞𝙩𝙩𝙚𝙣 𝙞𝙢 𝙋𝙖𝙧𝙠! – so der Titel des zweitrangierten Projekts des Teams Berrel Kräutler Architekten – ist Name und Programm zugleich ist. Um eine grosse zusammenhängende Liegewiese für das Freibad zu erlangen, wird die neue, kombinierte Anlaufstelle für Gastronomie, Wasser- und Eissport an die bestehende IWC-Arena angebaut. Das Tragwerkskonzept sieht eine hybride Holz-Beton-Bauweise vor. Das Technik-UG sowie Erdgeschoss mit Becken werden in Ortbeton geplant, die Obergeschosse sind als Holzbau vorgesehen. Im Bereich der grosszügigen Spannweiten kommen doppelgeschossige Fachwerke aus Baubuche zum Einsatz, das Hallendach besteht aus Brettschichtholzträgern, dazwischen sind Holzkastenelemente angeordnet.
Der drittrangierte Entwurf 𝘼𝙌𝙐𝘼 des Teams um Giuliani Hönger ArchitektInnen positioniert einen kompakten zweigeschossigen Bau mit Überhöhung der Badehalle im Südosteck des Projektperimeters. Die zentral angeordnete Badehalle ist U-förmig von Nebenräumen umgeben – mit Restaurant und Garderoben im Erd- und Fitness-/Wellness-Bereich im Obergeschoss. Auch hier ist tragwerksseitig eine Holz-Hybrid-Bauweise für die Obergeschosse vorgesehen. Das weit gespannte Dachtragwerk des Hallenbads bilden zur Fassade hin gespannte Binder in Form von unterspannten Einfeldträgern, die auf Holzstützen gelagert sind. Die Träger setzen sich aus zwei geneigten Brettschichtholzträgern zusammen, die mit einer Unterspannung in Stahlbauweise stabilisiert werden. Leichte Holzhohlkasten-Elemente bilden die Dachflächen. Bei den Nebenräumen kommen Brettstapeldecken zum Einsatz, die auf fast deckengleichen Stahl-Beton-Verbundträgern lagern.
Visualisierungen: Maaars, Filippo Bolognese Images